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Entwicklungsprojekt NanoTherm bei der Firma MagForce Nanotechnologies AG (Medizinsches Planungssystem)

Okotber 2007 bis August 2010:
Das Entwicklungsprojekt drehte sich um das neue onkologische Verfahren mit Nano-Partikeln. Es wurde ein medizinisches Planungssystem implementiert auf Basis von Qt4 und VTK in der Programmiersprache C++ mit Visual Studio 2008. Bei dem onkologischen Verfahren werden eisenhaltige Nano-Partikel instilliert und dann in einem Applikator durch ein magnetisches Wechselfeld mit Energie "versorgt", wodurch diese Partikel eine entsprechende Temperatur an das umliegende Gewebe abgegeben. Auf diese Weise kann der Tumor Temperaturen von über 40°C (Hyperthermie) oder über 60°C (Thermoablation) ausgesetzt werden. Tumorgewebe ist entgegen dem normalen gesunden Gewebe nicht in der Lage durch erhöhte Perfusion (Blutfluss) diese Temperatur abzuführen, wodurch das Tumorgewebe direkt oder in Verbindung mit einer Chemo-Therapie gezielt geschädigt werden kann. Zunächst erfolgte eine Entwicklung für Glioblastome also Hirntumoren. Neben der Software-entwicklung und Engineering-Aufgaben spielte die Berücksichtigung von Normen (ISO 13485, 62304, 14971, 62366 und anderen) eine zentrale Rolle (was auch zu entsprechendem Dokumentationsoutput führte).
Die Entwicklung wurde jährlich durch Audits von der Benannten Stelle MedCert Hamburg kontrolliert, wobei das Gespräch mit den Auditoren über das Software-projekt auch zu meinen Aufgaben gehörte - immerhin zwei Mal sehr erfolgreich bestanden.
Verschärfungen der Norm sowie Änderungen der Ausrichtung des Projekts bewogen mich Mitte 2010 das Projekt auf eigenen Wunsch zu verlassen, die ablaufende Misere hatte ich bereits kommen sehen, aber der Verlauf war schneller als erwartet (der Aktienkurs der Firma lag im August 2010 noch bei über 40 Euro, fiel relativ schnell unter 2 Euro und viele meiner Kolleginnen und Kollegen mussten Ende 2012 gehen).
Jetzt scheint es mir mit neuen kompetenteren Leuten wieder aufwärts zu gehen - ich bin sehr gespannt, ob es auch diesmal nur an dem neuen CEO liegt oder ob es auch substantielle Entwicklungen gibt, so dass die Therapie vielleicht doch noch ein Erfolg wird - immerhin wurde nun ein weiteres Behandlungszentrum in Münster eröffnet wie man unlängst der Presse entnehmen konnte und damit steht ja dann dem Erfolg nichts mehr im Wege... Der Kurs ist jetzt auch wieder in den Bereich von 5 Euro gerückt.
Für mich ist es, nach meinen aktuellen beruflichen Erfahrungen im Gas- und Ölbereich, eher ein Fehler gewesen das Projekt zu verlassen, da die eingesetzten Technologien Qt, VTK und ITK sowie das gesamte medizinische Themengebiet sehr mit meinen persönlichen Skills übereinstimmten, die ich auch in 6 Jahren an der Charite und auch mit Besuchen auf drei CARS Kongreßen als Student begonnen hatte.
In den Bildern ist zum einen ein Beispiel für das unproblematische Zusammenspiel von VTK und Qt zu sehen, sowie ein Blick in mein damaliges Büro und seine sehr gute Ausstattung. Weniger Nostalgie als viel mehr die aktuelle Realität lassen das Projekt heute für mich in einem anderen Licht erscheinen. Heute habe ich zwar eine unbefristete Stelle, aber eigentlich sind die Aufgaben wie Tag und Nacht. Das Projekt von 2007 bis 2010 war eben wissenschaftlich, technologisch und projekt-managmenttechnisch sehr interessant.

Multi-Center-Studie BMBF-Panik

Oktober 2006 bis September 2007:
Multi-Center-Studie mit Aachen, Dresden und Münster. Funktionelle Bildgebung ... Bei Beiträgen auf 3Sat, Phoenix usw. wird die Thematik immer so dargestellt als würde man in Echtzeit eine Map des Gehirns bekommen, was natürlich Quatsch ist. Gedanken kann man nicht besser lesen als früher schon mit EEG. Es ist viel mehr eine umfangreiche statistische Auswertung notwendig. Mit 20 oder 30 Patienten kann man dann bestimmte Aussagen über Aktivierungen bestimmter Hirnareale treffen. Die Daten der einzelnen Patienten werden hierzu auf ein "Standardhirn" bzw. "Referenzhirn" registriert, d.h. skaliert, transliert usw. - ob z.B. SPM eine elastische Registrierung hierzu einsetzt, kann ich leider nicht genau sagen. Leider war nur für ein Jahr Geld für mich in diesem Projekt vorhanden. Persönlich hätte es mich schon gereizt in diesem Themengebiet zu promovieren, da ich hier noch für die Zukunft große Forschungsaufgaben sehe. In unserem Projekt damals war zunächst Parallelbildgebung angedacht, aber in dieser Multi-Center-Studie mussten wir unsere Vorstellungen dann deutlich herunterfahren, da dann der kleinste gemeinsame Nenner letzlich herauskam. Das ist aber sicherlich in vielen Projekten mit unterschiedlichen Zentren der Fall.

Messung_27_10_2006.pdf - Parallelbildgebung am GE 3Tesla MRT im Virchow Klinikum.

Es ging um die Differenzierung zwischen Menschen mit einer "Panik-Erkrankung" gegenüber gesunden Probanden. Am wesentlichsten ist hier die Aktivierung in der Amygdala. In unserem Paradigma wurden dem Patienten oder Probanden entsprechende neutrale und aktivierende Bilder gezeigt. Die aktivierenden Bilder sollten im Idealfall für den Probanden wie neutrale Bilder wirken, jedoch beim Patienten eine Aktivierung eines betroffenen Hirnareals erzeugen.

Unser MRT von GE, obwohl aus dem Jahr 2002 stammend, schlug sich im Vergleich mit den Philips MRTs in Aachen und dem ganz neuen Siemens MRT in Dresden sehr gut. Die Hardware von GE war wirklich sehr gut. Die Bedienoberfläche ist allerdings nicht so überzeugend gewesen. Hier waren die anderen MRTs sicherlich deutlich anwenderfreundlicher. Das GE MRT verfügte jedoch über eine sehr schnelle Gradientenschaltung, so dass meistens bei den Sequenzparametern bei uns gegenüber den anderen Standorten noch deutlich Spielraum nach oben war, d.h. wir hätten schneller messen können oder mit höherer Auflösung.

Das MRT ist allerdings leider wohl bereits in den Ruhestand gegangen / "verschrottet" worden. Ich hatte bereits mit Kollegen 2002 einen DFG-Antrag (Deutsche Forschungsgesellschaft) für Diffusionstensor-Bildgebung auf 3Tesla geschrieben, der auf diesem MRT laufen sollte. Damals war das Gerät gerade ganz neu im Aufbau und die DFG hatte das Gerät finanziert. Der Antrag wurden dann vermutlich aus "politischen" Gründen abgelehnt, aber ich konnte zum Glück wenigstens ins Hyperthermie Projekt wechseln, wobei sich das aber auch bis August 2003 hinzog.

Prostata-Forschungsprojekt

August 2005 bis September 2006:
In dem Projekt ging es um Fitting von Gewebeparametern. Die Publikationen, an denen ich beteiligt war, finden sich in meinem Profil. Neben der Forschungsseite habe ich hier eine Applikation mit Qt3 entwickelt und anfangs auch CORBA für die Kommunikation zwischen Windows und Linux Plattform als Middleware eingesetzt. Letztlich wurde dann aber nur die Linux Entwicklung als notwendig angesehen, so dass die CORBA Lösung nicht weiter relevant war. Die Applikation lief innerhalb der Visualisierungssoftware AMIRA(Developer Version 4.XX).

Das Projekt basiert auf der Publikation "Implementation of a rapid inversion-prepared dual-contrast gradient echo sequence for quantitative dynamic contrast-enhanced magnetic resonance imaging of the human prostate", Daniel Prochnow a, Dirk Beyersdorff a, Carsten Warmuth a, Matthias Taupitz a, Ole Gemeinhardt a, Lutz Lüdemann b a Department of Radiology, Charite-Universitätsmedizin Berlin, Charite Campus Mitte, 10117 Berlin, Germany b Department of Radiotherapy, Charite-Universitätsmedizin Berlin, Charite Campus Virchow-Klinikum, 13353 Berlin, Germany Magnetic Resonance Imaging 23 (2005) 983-990.

MR und Hyperthermie-Projekt

August 2003 bis Juli 2005:
Ursprünglich hatte ich 2002 mit 2 Kollegen (Arzt u. Physiker) einen Antrag für Diffusionstensorbildgebung auf dem 3T MRT bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Aus vermutlich "politischen Gründen" wurde der Antrag abgelehnt, so dass ich dann diese Alternative wählen musste. Das vorgenannte Projekt hätte gegenüber dem Hyperthermie Projekt den Vorteil gehabt nur am Virchow Klinikum tätig zu sein, d.h. also nicht teilweise nach Berlin-Buch pendeln zu müssen und noch wichtiger, ein kaum von anderen Kollegen abhängiges Aufgabengebiet zu bearbeiten. Zu dem war das Thema "DTI/Fibertracking" damals ein extrem spannendes Forschungsgebiet mit viel mehr Beachtung als die doch recht unbekannte Hyperthermie. In der Arbeitswelt ist man eben immer wieder gezwungen Kompromisse einzugehen, in meinem Fall ging das Ziel Promotion wohl an dieser Stelle verloren, da die Hyperthermie mit einer sehr grossen Anzahl ungelöster Baustellen aufwartete. Aber eine dennoch interessante Forschungszeit begann für mich im August 2003 ...
Stichworte sind: Kernspintomographie, MR Sequenzprogrammierung mit Siemens IDEA/ICE/Syngo, MR Thermometrie, Hyperthermie. (Amira, Siemens IDEA/ICE, Qt, teilweise auch Matlab).

Beispielvideo für Leber-MR-Navigatorsequenz (Pencilbeam geht durch die Milz)(40MB)

Beispielvideo für unwrapped B0 Feld(40MB)

Beispielvideo Keyhole Reduzierung(72MB)

A little Qt4 C++ Demo-Application

On that page you can download a small qt4 program, it is just a demonstration program for the interface between gui and system. In a modern qt program the gui stuff is done by a designer with qt designer and the developer implements the system. My own profile leads me to both worlds, because I prefer to create also the look and feeling of the gui, not only writing the code. And I have a lot of experience with usability engineering and working ergonomics (in german "Arbeitsergonomie").Very often it is just a very small effort necessary to make a program convenient and comfortable for the user. During my job as a researcher at the Virchow Hospital I had sometimes to segmentate livers and that is a very unconvenient and boring task, if you have only a normal painting tool ... It is here in that section of work very nice to have automatic or semi-automatic tools, because that is the major task for such programs. Adapt the program and the gui to the situation and needs of the user, and not adapt the user to your program!

After the qt program there are pictures of my development and research activities (in reverse direction). 2010 to 2007 developer job of a medical planning simulation software, 2007 to 2006 research task with functional magnetic resonance imaging for multi-center-study, 2006 to 2005 prostate project, 2005 to 2003 hyperthermia and before operation-room 2000. (Most of the following text is in german, but I think the pictures demonstrate the content good enough)

XenonK ist nur ein Placeboname für das kleine Qt Demo-Programm. Hier werden in nächster Zeit noch weitere Versionen zu finden sein, vielleicht auch mit Silverlight oder WPF und mit C#. Demo-Programm (ohne Garantien, es handelt sich lediglich um ein Beispiel!) Zunächst gibt es den Quellcode, der mit der LGPL Version von Qt 4.8.3 und Visual Studio 2010 (Express) kompilierbar sein sollte. Mit "qmake -tp vc" kann man entsprechendes Projekt-File für sein Visual Studio erstellen. (Voraussetzung: Qt4.8.3 ist installiert, Visual Studio 2008 oder 2010 (Express oder kommerzielle Version) ist installiert, in das entpackte Verzeichnis XenonK navigieren und dann qmake -tp vc in einer Kommandozeile (cmd.exe) eingeben - vorher noch cd {Pfad}\XenonK ... ). *.vcxproj öffnen usw. ...). Es sollte vermutlich auch auf dem Mac laufen, was ich aber nich ausprobiert habe. Dann sollte auch nur qmake reichen, oder man muss noch die entsprechende Option finden. Das Projekt wird dann für XCode erzeugt (oder für GCC) ...

Kurzer Versuch als Freiberufler/Freelancer

September 2010 bis März 2012:
Die Gründung als Freiberufler erfolgte im Frühjahr 2011. Insgesamt entsprach diese Tätigkeit aber nicht meinen Vorstellungen. Ich verfügte entgegen meinen Erwartungen offenkundig nicht über die richtigen Kontakte, so dass ich von dieser Art der Tätigkeit schnell wieder Abstand nahm und im März 2012 zur PSI AG Berlin in den Bereich Gas and Oil gewechselt bin.

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